Woche der seelischen Gesundheit        vom 04.bis 27.10.2021 Programm

Einleitung:

Von der Website (www.seelischegesundheit.net):
Vom 08. bis 18. Oktober 2021 nimmt die Woche der Seelischen Gesundheit in diesem Jahr Familien in den Blick. Unter der Schirmherrschaft des Bundesgesundheitsministers Jens Spahn und dem Motto Gemeinsam über den Berg –Seelische Gesundheit in der Familie werden bundesweit wieder zahlreiche Veranstaltungen sowohl digital als auch live vor Ort stattfinden und über vielfältige Präventions- und Hilfsangebote aufklären.

Aus dem Grußwort der Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung Dilek Kalayci:
„Die 15. Berliner Woche der seelischen Gesundheit mit dem diesjährigen Schwerpunktthema „Seelische Gesundheit in der Familie“ greift das wichtige Thema der psychischen Gesundheit bei allen Familienmitgliedern auf und bietet einen Ort des Gespräches an.
Psychische Belastungen wie auch Erkrankungen können in allen Familien vorkommen. Ob ein Kind, oder ein Elternteil erkrankt – betroffen ist immer die ganze Familie. Die Belastung eines Familienmitglieds ist für alle eine große Herausforderung. Es ist darum zentral, dass bei der Bearbeitung der Stresssituation die ganze Familie berücksichtigt wird und alle Unterstützung erhalten: Eltern, Kinder und alle weiteren Bezugspersonen.“

Der Verein TANDEM e.V. mit seinen Kooperationspartnern bieten folgendes Programm:

Dienstag, 19.10., 19:30 Uhr

Vortrag / Gespräch im EIGENART - Kunstraum

Verrückt? Na Und! Psychische Gesundheit und Erkrankung: Ein Thema auch für Schule!

Henner Spierling; Diplom Psychologe, Tätig im Sozialpädiatrischen Zentrum Rotenburg (Wümme)
Ein neues Projekt stellt sich vor:
„Mit den „Verrückt? Na und!“-Schultagen und Fortbildungen ermutigen wir Schulen, mit psychischer Gesundheit gute Schule zu machen. Wir zeigen einfache und wirksame Wege, wie an Schulen die seelische Gesundheit gestärkt und psychische Krisen gemeistert werden können, damit alle gut die Schule schaffen.“

Mittwoch, 20.10., 17:00 – 19: 00 Uhr

„Schräge Töne“ - Wir gründen einen Chor                       im EIGENART - Kunstraum

Inga Wehnert; Musikerin & Vocalcoach

Inga Wehnert wird den teilnehmenden Erwachsenen den Gesang näherbringen. Nicht nur die Töne und Technik stehen dabei im Vordergrund, sondern vor allem die anwesenden Menschen mit ihren aktuellen Gefühlen und Bedürfnissen. Gemeinsames Singen und Musizieren kann die Seele stabilisieren und Genesung fördern. Gemeinschaft wird erlebt und die Stimme er-hört werden.

Auftaktveranstaltung

Montag, 25.10., 19:30 Uhr

Vortrag / Gespräch im EIGENART - Kunstraum

„Psychiatrie in der Krise“ Dr. Volkmar Aderhold; Arzt für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychotherapeutische Medizin, Lehrender für Systemische Therapie und Beratung (DGSF)

Volkmar Aderhold zeigt und belegt die Schwächen der klassischen psychiatrischen Versorgung, er benennt die „uneingelösten Versprechen und Verheißungen der Psychiatrie“. Dem gegenüber stellt er das Konzept des Offenen Dialoges: ein zukunftsweisendes Modell, in Skandinavien entwickelt und dort bereits erfolgreich umgesetzt. Der Offene Dialog beschreibt, wie das soziale Umfeld der Betreffenden in schweren Krisen mit einbezogen werden kann, indem ein unterstützender, hilfreicher Umgang miteinander ermöglicht und gefördert wird.
„Anstatt die Patienten in die Klinik einzuweisen, kommt die Klinik zu den Patienten. Es geht um den Aufbau von Vertrauen und um die Gestaltung einer Beziehung auf Augenhöhe die sich in der Regel positiv auf den Gesundheitszustand des Patienten auswirkt.“

Mittwoch, 27.10.,19:30 Uhr

FilmZeit auf der Kulturbühne

„Himmel und Mehr“ - Dorothea Buck - Auf der Spur

Dokumentarfilm D 2009

Ein Film über eine mutige Frau - ein Film, der Mut macht.
1917 geboren gerät Dorothea Buck mit neunzehn Jahren in eine schwere psychische Krise. Die ärztliche Diagnose Schizophrenie stempelt sie im Dritten Reich als minderwertig ab, gemäß dem Erbgesundheitsgesetz wird sie 1936 zwangssterilisiert. Einige Jahre später entgeht sie nur knapp der „Euthanasi”. Bis 1959 erlebt sie insgesamt fünf psychotische Schübe und die jeweils neuesten Heilmethoden: Dauerbad, Insulinschocks, Elektroschocks, Psychopharmaka.
Entgegen der ärztlichen Unheilbarkeitsprognose versucht Dorothea Buck zu verstehen, was sie in die Psychose getrieben hat und entwickelt eine eigene Theorie ihrer Erkrankung. So findet sie schließlich den Schlüssel zu ihrer endgültigen Heilung. Untrennbar damit verbunden ist ihre Entwicklung zu einer ausdrucksstarken und vielfach ausgezeichneten Bildhauerin.

Der Besuch der Veranstaltungen ist kostenfrei. Anmeldungen sin unter Angabe von Namen, Anschrift und Telefonnummer erforderlich unter: info@tandem-brv.de

Zutritt nur für nachweislich Geimpfte und Genesene.
Zur Lesung "Tessa" auch für Kinder mit aktuellen negativen Testnachweis.

Veranstaltungen am 13.10. & 25. 10. mit Unterstützung des Landes Niedersachsen

Veranstalter:

In Kooperation mit: